Dienstag, 11. August 2015

giornale poetico - poesie

Una nuvola in cielo
 
Compare una nube
soda e bianca, che indugia, nel quadrato del cielo.
Scorge case stupite e colline, ogni cosa
che traspare nell'aria, vede uccelli smarriti
scivolare nell'aria. Viandanti tranquilli
vanno lungo quel fiume e nessuno s'accorge
della piccola nube.

Cesare Pavese

Cesare Pavese (1908-1950) ist einer der wichtigsten Dichter, Schriftsteller und Essayisten Italiens, des Piemonts und Turins im 20. Jahrhundert. Pavese wurde in Santo Stefano Belbo, südlich von Turin im Piemont geboren. Seine meisten Gedichte, Erzählungen und Romane spielen in dieser Gegend rund um Turin. Pavese hat entlang dieser Landschaft eine einzigartige Bild- und Motivsprache entwickelt, die kennzeichnend für sein gesamtes Werk wurde. Ab 1927 studierte er in Turin Literaturgeschichte und promovierte 1930 über den Amerikaner Walt Whitmann. Als Lektor im Turiner Einaudi-Verlag gehörte er in den dreißiger und vierziger Jahren zum linken Zirkel um Leone Ginzburg, Elio Vittorini, Norberto Bobbio und Giulio Einaudi. Von 1943-1945 war Pavese Programmleiter in der Depandance des Einaudi Verlages in Rom und konnte den Schriftsteller Italo Calvino als Mitarbeiter gewinnen. Angeregt durch Calvino trat Pavese nach einer kurzen Phase der Faszination für den Faschismus in die Kommunistische Partei ein. Ähnlich wie sein Kollege Vittorini übersetzte Pavese die amerikanische Literatur in Italien und machte sie über den Einaudi Verlag in Italien bekannt. Zusammen mit dem Anthropologen Ernesto de Martino entwarf er 1948 eine „Violette Reihe“, in der die beiden Schriftsteller religionswissenschaftliche und ethnologische Abhandlungen und Studien publizieren wollten. Wenn auch seine Tätigkeit im Einaudi-Verlag und seine politisch motivierten Freundschaften seinen Alltag gestalteten, standen nicht die politischen Fragen und Aktionen im Vordergrund wie z.B. bei seinem Kollegen Elio Vittorini, der auch im Widerstand mitgewirkt hatte. Vielmehr prägten Paveses Leben existentialistische Fragen, das Gefühl von Einsamkeit und Entfremdung, von Rechtfertigungszwang und Ungenügen der eigenen Person. Von seinen eigenen Texte nur wenig überzeugt, als Schriftsteller oft erfolglos, von der Liebe enttäuscht und in Depressionen verfallen, nahm sich Pavese 1950 im Alter von zweiundvierzig Jahren in einem Hotelzimmer in Turin das Leben. In einem Brief an seinen Jugendfreund Mario Sturani äußerte Pavese bereits 1927 seine Todessehnsucht. Mehrere Selbstmordversuche scheiterten, waren zugleich aber Versuche der Sinnstiftung und Bekenntnisse zum Leben. Zu seinen wichtigsten Werken gehören der Gedichtband Lavorare stanca (1936), seine Turiner Romane La belle estate (1940), La casa in collina (1942) und Feria d’agosto (1945), der Roman La luna e il falò (1950) und seine Dialoghi con Leuco (1947), in denen er die ewige Wiederkehr des Mythos in 26 Gesprächen mit antik-mythologischen Figuren diskutierte.

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