Sonntag, 14. Dezember 2014

giornale poetico - poesie

Ein Klassiker und zugleich eines der berühmtesten Dinggedichte ist "Der römische Brunnen" aus dem Jahre 1882 von Conrad Ferdinand Meyer:


Der römische Brunnen

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.




Meyer, Conrad Ferdinand: Der römische Brunnen (1882). In: Ders.: Sämtliche Gedichte, Nachw. von Sjaak Onderdelinden, Stuttgart: Reclam 1978; Vgl. auch Dietrich Bode (Hg.): Deutsche Gedichte, eine Anthologie, Stuttgart, Reclam 2010, S. 256.

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